Dienstag, 21. April 2026

Operation Gold

Buchvorstellung mit Dietmar Arnold, Helmut Müller-Engbers

Deutsches Spionagemuseum
Leipziger Platz 9
10117 Berlin

www.deutsches-spionagemuseum.de/event/operation-gold-berlin-spioagetunnel

Uhrzeit: 19:00 Uhr

 

Am 22. April 2026 begeht Berlin als Hauptstadt der Spionage ein herausragendes Jubiläum – den 70. Jahrestag des legendären Spionagetunnels. Dazu haben Forscher und Spezialisten der Berliner Unterwelten überraschende Neuigkeiten in den Archiven der CIA, Stasi und einer Untersuchungskommission aufgespürt und ausgewertet.

Berlin, 1954. Die Stadt ist ein Epizentrum des Kalten Krieges. Die CIA und der britische MI6 planen im Verborgenen einen der gewagtesten Coups der Geheimdienstgeschichte: die Operation Gold. Der Spionagetunnel ragte von West-Berlin rund 330 Meter in die DDR hinein. Von dort hörten die Nachrichtendienste ab Mai 1955 über 400.000 Telefonate der sowjetischen Militärs ab – also hatten sie den direkten Zugriff auf die Gedankenwelt des Kremls. Der sowjetische Nachrichtendienst beendete das Unternehmen im April 1956.

Doch was die Westmächte nicht ahnen: Ein Verräter saß bereits bei den Planungen mit am Tisch. George Blake, ein Maulwurf im britischen Geheimdienst, hat Moskau längst über jedes Detail informiert. Während die CIA und das MI6 Millionen in die Auswertung der abgehörten Gespräche investieren, spielen die Sowjets ein doppeltes Spiel. Operation Gold erzählt die wahre Geschichte von technischem Genie, politischer Hybris und dem bitteren Geschmack des Verrats. Ein packendes Stück Zeitgeschichte über einen Tunnel, der zum Symbol für die Absurdität und die Gefahr des atomaren Zeitalters wurde. Wir sind gespannt auf die Enthüllungen zu einer Legende des Kalten Krieges.

 

TEILNEHMER
Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs, Politologe
Dietmar Arnold, Berliner Unterwelten e.V.

MODERATION
Sven Felix Kellerhoff, DIE WELT

Operation Gold

Operation Gold

Der Spionagetunnel in Berlin / The Berlin Spy Tunnel


Dietmar Arnold

Dietmar Arnold, geboren 1964 in Berlin, studierte Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin und schrieb seine Diplomarbeit über die Beelitzer Heilstätten. Seit 1991 forscht und publiziert er intensiv über den Berliner Untergrund und gründete 1997 den Berliner Unterwelten e. V. Er wurde mit dem Landesverdienstorden von Berlin (2018) und dem Bundesverdienstkreuz (2025) ausgezeichnet.

Dietmar Arnold, born in Berlin in 1964, studied Uurban and Rregional Pplanning at the Technical University of Berlin and wrote his thesis on the Beelitz SanatoriaBeelitz sanatoriums. Since 1991, he has been conducting intensive research and publishing on Berlin's underground, and in 1997 he founded Berliner Unterwelten e. V. He was awarded the Order of Merit of the State of Berlin (2018) and the Federal Cross of Merit (2025).

Dietmar Arnold
Bildrechte: © Isabella Scheel/BU e.V.

Helmut Müller-Enbergs

Helmut Müller-Enbergs, Prof. Dr. phil., geboren 1960 in Haltern am See, ist außerordentlicher Professor am Center for Cold War Studies an der University of Southern Denmark in Odense, Gastwissenschaftler am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin und Senior Fellow an der Ruhr-Universität Bochum. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Nachrichtendienste.

Helmut Müller-Enbergs, Prof. Dr. phil., born in Haltern am See in 1960, is an associate professor at the Center for Cold War Studies at the University of Southern Denmark in Odense, a visiting scholar at the Friedrich Meinecke Institute at the Free University of Berlin, and a senior fellow at Ruhr University Bochum. His research focuses on the history of intelligence services.

Helmut Müller-Enbergs
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